Pflichtpraktikum 2018

 

Aus: Handreichung Pflichtpraktikum des BM für Bildung

 

Das Pflichtpraktikum steht immer in Bezug zum Lehrplan der jeweiligen Schulart und ist in den Berufsfeldern dieser Ausbildung zu absolvieren. Diese Verbindung von schulischer Ausbildung und Ausübung der erlernten Kompetenzen in der betrieblichen Realsituation ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Ausbildung an den humanberuflichen Schulen.

 

Warum macht ein Pflichtpraktikum im Rahmen der Ausbildung Sinn?

Das PP stellt als Teil des Lehrplanes einen wesentlichen Teil der Ausbildung dar, weil die Schülerinnen und Schüler....

- die Möglichkeit erhalten, in der Schule Gelerntes tatsächlich in der beruflichen Situation anzuwenden und dadurch Selbstwirksamkeit zu erfahren.

- authentische Erfahrungen über das Berufsfeld und die Arbeitswelt gewinnen können,

- sich persönlich weiterentwickeln, indem sie mit neuen Situationen konfrontiert werden und Selbstständigkeit erlernen,

- in der Arbeitssituation sehen können, wofür sie lernen und durch diesen „Realitätscheck“ motiviert werden. Lebenslang weiter zu lernen,

- in der beruflichen Situation gefordert sind und lernen, auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen (Selbstbewusstsein aufzubauen)

 - durch die Zusammenarbeit mit den Arbeitskolleg/innen und den Kontakt zu „echten Kund/innen“ ihre Kommunikation und Teamarbeit verbessern,

- einen Betrieb und seine Abläufe kennen lernen und diese Erfahrungen aus der Arbeitssituation für die weitere Ausbildung nutzbar machen,

- für den beruflichen Einstieg bestmöglich vorbereitet werden sollen.

 

Ebenso sollten im Optimalfall unterschiedliche Lernformen ermöglicht werden:

- Fachliches Lernen –

- Personales Lernen – z.B. Verantwortung übernehmen, selbständig Tätigkeiten ausführen, in unterschiedlichen Rollen handeln, flexibel

- auf unbekannte Situationen reagieren…

- Soziales Lernen –zB. Teamzugehörigkeit, Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, Kontakt zu Gästen, Kund/innen und Geschäftspartner/innen

 

Schulrechtliche Bestimmungen:

- Sollte das Praktikum ohne sein/ihr Verschulden nicht in der vorgeschriebenen Zeit abgelegt werden können, muss der Schüler/die Schülerin dieses in der unterrichtsfreien Zeit des folgenden Schuljahres nachzuholen

- Die Ablegung des PP ist Voraussetzung, um zur Ablegung der Hauptprüfung zugelassen zu werden.

 

Auswahl geeigneter Betriebe:

Es soll auf die Möglichkeit des Einsatzes in unterschiedlichen Abteilungen vorzugsweise Küche und Restaurant) besonderer Wert gelegt werden.

- Für HLW: Mit dem Reife- und Diplomprüfungszeugnis und dem vorgeschriebenen Pflichtpraktikum im Ausmaß von 3 Monaten, erwerben die Absolvent/innen den direkten Zugang zum selbständigen Gewerbe.

- Für Fachschule: Durch Kooperationen der Schule mit regionalen Betrieben (Hotel- und Gastgewerbe, Verpflegungsbereich in Sozialeinrichtungen) kann für Absolvent/innen der berufliche Einstieg erleichtert werden.

 

Rechtlicher Rahmen:

- Die Verwendung des Praktikant/innenarbeitsvertrags-Musters der Arbeiterkammer wird dringend empfohlen.

- Das erfolgreiche Absolvieren des PP ist durch den Betrieb zu dokumentieren - Arbeitszeugnis oder Feedbackblatt.

- Kann das PP nicht angetreten werden oder muss es abgebrochen werden, muss die Praktikantin/ der Praktikant den Betrieb und die Schule unverzüglich verständigen.

- Bei Arbeitsverhinderung (Krankheit, Unfall) ist die fehlende Zeit nachzuholen.

- Bei schwerwiegenden Problemen im Zuge des PP wird den Praktikant/innen empfohlen, umgehend Kontakt mit der Schule aufzunehmen.

- Ein fakultatives Praktikum kann in allen Schularten durch die Schülerinnen und Schüler freiwillig absolviert werden, unterliegt aber grundsätzlich keinen besonderen Bestimmungen über Betriebsauswahl oder Einsatzbereiche und ist nicht mit einem Pflichtpraktikum vergleichbar.

  • HLW          3 Monate   -  zwischen III. und IV. JG –    verkürztes Schuljahr
  • 3jährige     8 Wochen    zwischen 2. und 3. Klasse – verkürztes Schuljahr
  • AUF           8 Wochen     vor Eintritt in den III.JG

 

Dokumentation des Pflichtpraktikums

Dokumentation der Aufgaben

- Erfahrungen beim Arbeiten

- Konkrete Arbeitsaufgaben

- Betriebsabläufe

- Erlernte Kompetenzen

Dokumentation der Arbeitszeiten und

Dokumentation der Arbeitsabläufe

Empfohlene Struktur des Praxisberichtes

- Einleitung (z.B. Gründe für die Auswahl des Praktikumsbetriebes, persönliche Ziele und Erwartungen)

- Betrieb (Branche, Kategorie etc)

- Materialien und Unterlagen aus dem Betrieb (Menükarten, Folder, Fotos)

- Arbeitsplatz und Tätigkeit(en)

- Arbeitstagebuch

- Reflexion: persönliche Erfahrungen und Lernzuwachs

- Diverse Bestätigungen (zB. Praktikumsbestätigung, Schulungsbestätigungen, Feedback des Betriebes)

- Evaluation/Feedback über das Pflichtpraktikum (Muster auf Homepage)

 

Pflichtpraktikum im Ausland

Erasmus+ Projekt

Vorteile:

- Verbesserung der Sprachkenntnisse

- Entwicklung der Persönlichkeit (Social Competences)

- Interkulturalität

- Entwicklung zu „European Citizen“ (Mobility, Entrepreneurship)

- Verbesserung der Berufschancen am europäischen Arbeitsmarkt(Employability)

Prozedere der Anmeldung siehe Zeitleiste auf Homepage der HLW

 

Schulische Hilfestellung:

Die Schule kann durch die guten Kontakte zur Wirtschaft bei der Suche nach der geeigneten Praxisstelle helfend unterstützen –

grundsätzlich sind die Schüler/innen verpflichtet, eigenständig eine Praktikantenstelle zu finden.

Folgende Formulare stehen als Download zur Verfügung:

- Muster – Praktikantinnen/Arbeitsvertrag

- Muster – Arbeitstagebuch

- Muster – Feedback über das Pflichtpraktikum

- Muster – Evaluationsblatt / Feedbackbogen über das Pflichtpraktikum

- Muster – Selbstreflexionsbogen (Kompetenz-Check)

- Tipps für die Erstellung eines Praxisportfolios

 

 

Ansprechpartner bzgl. Pflichtpraktikum:

- Dir. Prof. Dr. A. Lackner

- FV M.M. Müller

 

Diese Informationen zum Pflichtpraktikum stehen Ihnen auch als Download zur Verfügung

Öffnungszeiten Sekretariat

 

Öffnungszeiten während des Schuljahres:

Montag - Freitag:   07:30 - 13:30 Uhr

 

 

 

 

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