„Mord verstehen“ – Veranstaltung beleuchtet psychologische, ökonomische und juristische Perspektiven

„Mord verstehen“ – Veranstaltung beleuchtet psychologische, ökonomische und juristische Perspektiven
Spittal. 21.01.2026: Am Nachmittag dieses Donnerstags fand an der HLW Spittal eine öffentliche Veranstaltung anlässlich eines besonderen Diplomarbeitsprojektes dieses Schuljahres statt.
Unter dem Veranstaltungstitel „Mord verstehen“ war es das Ziel der zwei Diplomandinnen Anna-Katharina Brunner und Zoe Vogt, ihr Diplomarbeitsthema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu betrachten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Einblick darauf zu geben.
Zwei Betrachtungsteile im vorwissenschaftlichen Fokus
Der psychologische Teil der Veranstaltung setzte sich mit Persönlichkeitsstörungen, der Rolle der Kindheit sowie möglichen Entwicklungsfaktoren von Tätern auseinander. Dabei wurden unter anderem Verhaltensauffälligkeiten und psychologische Hintergründe thematisiert, die in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewaltverbrechen eine zentrale Rolle spielen.
Im ökonomischen Teil wurde auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Mord eingegangen. Es wurden die Kostenfolgen von Offizialdelikten thematisiert und erläutert, welche finanziellen Belastungen im Zuge eines Strafverfahrens entstehen können. Darüber hinaus wurde ein Einblick in die Freiheitsstrafe gegeben und erklärt, was unter dieser zentralen strafrechtlichen Sanktion zu verstehen ist.
Kooperationspartner aus der Gerichtspraxis
Einen besonderen Beitrag leistete der eingeladene Richter im Ruhestand Dr. Arnold Riebenbauer, der als Kooperationspartner dieser Diplomarbeit den juristischen Teil der Veranstaltung übernahm. Er erläuterte die strafrechtlichen Bestimmungen der Paragraphen 75 bis 80 des österreichischen Strafgesetzbuches und veranschaulichte diese anhand von Fallbeispielen aus seiner langjährigen beruflichen Praxis.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und ermöglichte den Anwesenden – vorrangig der Fachschulabschlussklasse 3 AMW und dem vierten HLW-Jahrgang 4 AHW – ein komplexes und gesellschaftlich relevantes Thema aus psychologischer, ökonomischer und juristischer Perspektive besser zu verstehen.
Sehr zufrieden mit dem Veranstaltungsoutput zeigten sich auch die Diplomarbeitsbetreuer Dr. Rudolf Hanschitz und Direktor Adolf Lackner.
Aviso: Am 9. April 2026 erfolgt in der öffentlichen Präsentation und Diskussion die Vorstellung der finalen Diplomarbeit vor der Matura-Prüfungskommission an der Schule.